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    Größeres Todesrisiko für Kraftradfahrer #Unfallursache Nr. 1 – Speed?!

    Im Jahr 2018 (2019 liegt noch nicht auf…) verunglückten insgesamt 135103 Kraftrad- und Fahrradnutzer, davon 1142 tödlich. Damit waren 33,8 % aller Verunglückten und 34,9 % aller Verkehrstoten im Straßenverkehr Benutzer von Kraft- beziehungsweise Fahrrädern, so die Auswertungen des statistischen Bundesamtes DSTATIS. Die Redaktion interessiert sich nur die Motorradfahrer und die Fragen: Was haben die denn so alles falsch gemacht? Wieso wird dermaßen Jagd auf Motorradfahrer gemacht, mit Drohnen, mit neuartigen Meßsystemen und neuen Radarfallen? Eine Hexenjagd? Hätten die Unfälle verhindert werden können und wenn ja wie? Erstmal Zahlen Fummeln, dann schaun, was geht…

    Die gesamte Statistik

    Ich habe für den Artikel nur mit den Auszügen zu den echten Bikern gearbeitet, Radfahrer, Mopdla E-Biker und so Ungeziefer blieben unberücksichtigt. Die harten Fakten, die sind interessant! Aber etzat erstmal zu den Zahlen, sehr interessant finde ich!

    Größeres Sterberisiko für Kraftradnutzer

    Insgesamt kamen im Jahr 2018 im Straßenverkehr 619 Menschen, die auf einem Kraftrad mit amtlichem Kennzeichen unterwegs waren ums Leben. Im Vergleich zu 2017 stieg die Zahl der verunglückten Nutzer mit amtlichem Kennzeichen um 7,7 %. 

    Risikoaussage

    Um Aussagen über das Risiko einzelner Fahrzeugarten zu treffen, ist die Zahl der Verunglückten auf den jeweiligen Fahrzeugbestand zu beziehen. Am Anfang des Jahres 2018 gab es gemäß Kraftfahrt-Bundesamt im Bundesgebiet einen Bestand von 4,4 Millionen Krafträdern mit amtlichen Kennzeichen, also solche Mopeds wie wir sie fahren. Zum Vergleich: Bundesweit waren 46,0 Millionen Pkw gemeldet.

    Good News?

    Das bestandsbezogene Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken ist bei Krafträdern (ohne Kleinkrafträder) höher als bei anderen Kraftfahrzeugen:

    • Bezogen auf 1000 zugelassene Krafträder mit amtlichem Kennzeichen verunglückten 2018 sieben Benutzer, auf 1000 Pkw kamen fünf Verunglückte.

    Auch das Risiko, bei Straßenverkehrsunfällen tödlich verletzt zu werden, lag für Benutzer von Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen mit 14 Getöteten je 100 000 Krafträder deutlich über dem Wert von Pkw-Insassen mit drei Getöteten je 100 000 zugelassenen Fahrzeugen. Aus diesen Zahlen wird deutlich, dass erstens das Verletzungsrisiko auf Krafträdern insgesamt größer ist als im Auto und zweitens die Unfallfolgen für Nutzer von Kraft- rädern mit amtlichen Kennzeichen im Vergleich zu Pkw-Insassen schwerwiegender sind. Das bestandsbezogene Risiko auf einem Kraftrad mit amtlichem Kennzeichen getötet zu werden, war im Jahr 2018 mehr als viermal so hoch wie im Auto. Denn Kraftradfahrer sind bei einem Unfall nahezu ungeschützt. Damit bestätigt die Unfallstatistik, was viele vermuten: Kraftradfahren ist gefährlich. Allerdings hat diese Gefahr in den letzten Jahren nicht zugenommen. Bezogen auf den Bestand nahm das Todesrisiko sogar ab.

    Die unfallträchtigsten Monate!

    Insgesamt waren die unfallträchtigsten Monate für Krafträder mit amtlichen Kennzeichen im Jahr 2018 der Juli mit 14,2% der Verunglückten gefolgt vom Mai mit 13,5 %, April und August mit jeweils 12,8% und im September mit 12,7 % der Verunglückten.

    Das Todesrisiko!

    Fahranfänger sind auch auf Krafträdern besonders gefährdet: 33,5 % der verun- glückten und 19,2 % der getöteten Kraftradbenutzer des Jahres 2018 waren im Alter von 15 bis 24 Jahren. Denn junge Fahrer haben oft noch wenig Fahrpraxis (Einstiegsrisiko) und neigen dazu, eigene Grenzen zu überschreiten. Die Gefährdung junger Kraftradfahrer zeigt sich auch am bestandsbezogenen Risiko:

    • Je 100 000 Krafträder mit amtlichen Kennzeichen, die auf 15- bis 24-Jährige zugelassen waren, starben 88 Fahrer (Wert für die 18- bis 24-Jährigen: 71). Dies ist fast das Vierfache des Wertes bei den 75-Jährigen und älteren (24), die gemessen am Bestand das zweithöchste Todesrisiko haben.

    Junge Mopedfahrer also Fahranfänger fahren also so schlecht, dass sie mit ihren Mopeds verunglücken, nicht nur stürzen oder rausfliegen, nein, tödlich verunglücken.

    Warums bei Alten tödlich ausgeht!

    Die Statistik sagt, die großen Unterschiede zwischen Verunglückten- und Getötetenanteil zeigen zudem, dass das Sterberisiko für Senioren bei Kraftrad- und Fahrradunfällen wesentlich größer ist als bei Jüngeren. Die nachlassende körperliche Widerstandskraft älterer Menschen dürfte der Grund für die höhere Unfallschwere sein.

    Fakt ist also, dass die Jungen und die Alten zu den gefährdetsten Mopedlern gehören!

    Pkw – häufigster Unfallgegner

    Jetzt wirds noch interessanter!

    29,7 % der verunglückten und 31,7 % der getöteten Kraftradbenutzer kamen bei Alleinunfällen zu Schaden, das heißt, es waren keine anderen Fahrzeuge oder Fuß- gänger beteiligt.

    Wie geht das denn? Was ist da genau passiert?

    Unfallgegner von Kraftradfahrern bei Zusammenstößen mit einem weiteren Verkehrsteilnehmer war zu 78,7 % ein Pkw. Bei den 23 686 Zusammenstößen dieser Art verunglückten 1 818 Pkw-Insassen und 24 631 Kraftradbenutzer. 93,1 % der Unfallopfer waren also Kraftradfahrer oder -mitfahrer, aber 68,0 % dieser Unfälle wurden von Pkw-Fahrern verursacht.

    Aufgepasst und genau lesen: 

    • 29,7 % der verunglückten und 31,7 % der getöteten Kraftradbenutzer kamen bei Alleinunfällen zu Schaden. Niemand sonst dabei… haben sie ganz alleine geschafft!

    Dazu kommen also noch die Unfälle mit Unfallgegner, meistens ist der Unfallgegner ein verdammter PKW! Mopedfahrer fallen also wegen nicht ausreichender Fahrpraxis und nachlassender körperlichen Widerstandskraft auf den Asphalt oder krachen in Pkws und verunglücken dabei tödlich!

    Nicht angepasste Geschwindigkeit bei Kraftradfahrern häufigstes Fehlverhalten

    Also… rein sachlich betrachtet ist Speed alleine definitiv nicht tödlich!

    Eine „nicht angepasste Geschwindigkeit“ wurde 21,3 % der an Unfällen mit Personen- schaden beteiligten Fahrern von Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen von der Polizei angelastet. Im Vergleich zu anderen Fahrzeugführern standen diese besonders häufig unter Alkoholeinfluss (5,4 % der Unfallbeteiligten). Radfahrern wurde als Fehlverhalten hauptsächlich eine „falsche Straßenbenutzung“ (12,9 % der Unfallbeteiligten) vorgeworfen.

    So… das ist der Bericht, mit dem man uns alle alleine lässt und der Grund, warum auf die zweitgrößte Gefahr im Straßenverkehr, nämlich Motorradfahrer vermehrt Jagd gemacht wird und weil die Zahlen leider nicht lügen, haben sie auch noch recht, die Behörden!

    Aber was ist eigentlich nicht angepasste Geschwindigkeit?

    Darüber lässt sich niemand aus, auch nicht darüber, wie man alleinbeteiligt auf der Landstraße mit zu hoher Vmax ums Leben kommt, auch nicht darüber welches denn die Fehler sind, die Fahranfänger machen und auch nicht darüber, was die Alten erfahrenen Mopedhaudegen nachlassende körperliche Widerstandskraft falsch gemacht haben!

    Per Definition darf ein Fahrzeugführer nur so schnell fahren, dass er sein Fahrzeug ständig beherrscht, und ohne triftigen Grund nicht so langsam fahren, dass er den Verkehrsfluss behindert.

    Einfaches Beispiel: Auf der geilkurvigen Landstraße, auf der Tempo 100 km/h erlaubt sind , mit 35 km/h aus der Kehre abfliegen = nicht angepasste Geschwindigkeit! Und – dabei versterben, durchaus möglich. Und warum war denn die Geschwindigkeit nicht angepasst?

    Man stellt sich am besten mal die Frage: Woran ist die Geschwindigkeit nicht angepasst worden und schon kommt Licht ins Dunkle.

    Fallen mir doch adhock einen Haufen Dinge ein, die in Zusammenarbeit mit Speed tödlich wirken können, als das wären:

    Kontrolle über das Fahrzeug verloren, Unachtsamkeit, Spazierengucken, Straßenverhältnisse, Witterungsbedingungen, technische Mängel, wie mangelhafter Reifendruck, Bremsbeläge ausgelutscht, Bremsflüssigkeit nie ausgewechselt, Kupplungsflüssigkeit nie gewechselt, Kette ausgelullt, Licht kaputt, Reifen glatt, Rollsplit, verlorene Ladung, Fußgänger, die Psyche, Angst, auf der falschen Fahrbahnseite gefahren und vieles mehr! Genau da kommt doch wieder die Ursachenspirale ins Spiel, die schlußendlich zum tödlichen Ereignis führt. Und so geht man drauf, gibt den Löffel ab, stirbt im Straßenverkehr – hier lesen!

    Blickführung und der schwarze Tod – KTM 1290 Super Adventure S

    Ich will nicht Teil dieser Statistik sein

    deshalb informieren wir uns, sind auf Messen, bei Reifenherstellern, diskutieren am Motorrad-Stammtisch, veranstalten Fahrsicherheitstrainings, fahren, trainieren, sind auf der Rennstrecke, in den Bergen unterwegs, jagen einen Paß nach dem anderen und arbeiten an unseren Linien. Und, wir schützen uns, so gut es geht, vor den Gefahren im Straßenverkehr. Wir wollen aus Fehlern lernen und haben mega Spaß dabei! Sei nicht Teil dieser Statistik, komm mit auf dem Weg zur Ideallinie und abonniere diesen Blog!

    Vorschau

    Wie wir uns vor Gefahren im Straßenverkehr schützen und wie man es meiner Meinung nach am besten macht, demnächst hier, wenns um die Antwort auf die Frage geht: Textil oder Leder? Eine Frage mit deren Beantwortung sich selbst Profis schwer tun. Hier eine Videoempfehlung:

    Wir setzen uns damit endgültig auseinander, werden es ausdiskutieren und für die notwendigen Antworten, Herstellern auf die Pelle rücken. Als erstes steht ein Termin bei dem Motorradbekleidungs Hersteller Dainese Customworks im Terminkalender! Ich bin eingefleischter Textilfahrer und ich suche nach der eierlegenden Wollmilchsau aus Textil oder Leder. Mal sehen, was dabei heraus kommt.

    Gesamter Bericht hier herunter laden:

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