MOST 2021 SUPER DUKE CRASH, BESTZEIT KTM 1290 Super Adventure S, SHOEI X SPIRIT 3, DAYTONA WUNDER, BOX 23 LIVE #KTM 1290 Super Duke R #KTM 1290 Super Adventure S #Daytona

Most war wiedermal ultra lehrreich. Es ist so viel passiert, dass ich garnicht weiß, wo ich anfangen soll mit erzählen, deshalb kommt der Bericht sehr spät. Fangen wir mal mit meinem Crash bei Tempo 140 an…

Ready to Race, so ging es in die nächsten 2 ereignisreichen Tage

Alles lief rund

Nachdem wir uns gut in der Box 23 eingerichtet hatten, alle Fahrer versorgt waren, ging es raus. Brauni mit der 890 ger Duke und ich mit der SAS. Die Aufwärmrunden liefen prima, die neue Übersetzung an der SAS, 17 vorne und 41 Zähne hinten, war wie für Most gemacht und ich konnte wiedermal gut in der A3 Gruppe überholen.

Stefan auf seiner neuen 890er Duke R „Mal schaun was geht!“

Brauni kam mit seiner 890 ger Duke R supergut klar. Soweit sogut.

Box 23: Alle 6 Bikes stehen, auch wenn es sehr geräumig ausschaut, ists doch gemütlich eng.
Mit seiner heißgeliebten KTM 1290 Super Adventure S 2019 am Start, Rookie Johann. Wie alle, mit voller Begeisterung dabei!

Rookie Johann

Johann war schnell in der Gruppe B eingeordnet und konnte sich nach und nach an hohe Geschwindigkeiten herantasten.

Nicht der einzige Daumen nach oben an diesem fantastischen Tag

Zusammen mit dem Instruktor Oli, den er sich herausgesucht und dann gebucht hatte, ist es Johann gelungen, seine Linkskurvenschwäche beinahe vollständig zu eliminieren! Über Johanns Fortschritte habe ich mich sehr gefreut.

Vorne links der alte Herzog. Ready to race!

Der alte Herzog

Nachdem Brauni die KTM 1290 Super Duke R für die Rennstrecke angetestet hatte, war ich an der Reihe. Den alten Herzog (so wird die Super Duke liebevoll gerufen) bezwingen, so war der Plan. Respekt hatte ich vor dieser Maschine, die letzten 3000 km auf der Landstrasse und auf der Bahn hatten sich mir eingebrannt. Unter anderem hatte ich noch immer nicht die VMax des alten Herzogs erreichen können. Bei 280 km/h musste ich vom Gas, der Verkehr ließ nicht mehr Spaß zu.

Der alte Herzog als Raumteiler in meiner Küche und zum Highspeed testen am Bodensee, noch schaut er gut aus…

Außerdem fühlte sich TopSpeed ohne Verkleidung so an, als ob der alte Herzog mir in den Rücken kniete und versuchte, mit eisernem und festem Griff, an den Halswirbeln das Rückrad aus dem Körper zu reißen. Dabei schoss ich beinahe vor „Freude“ brüllend über die Bahn, so lange es eben ging.

Der König der 17 Zoll Fraktion

Im Vergleich zur KTM 1290 Super Adventure S schien der alte Herzog, König der 17 Zoll Fraktion, im ersten Moment ein wenig steif und behäbig und das noch viel mehr auf der Rennstrecke. Mit relativ hoher Durchschnittsgeschwindigkeit wird der Kurs in Most bestritten aber die VMax der Autobahn wird nie erreicht. 260 km/h vielleicht wäre noch ein bisschen mehr drin, so meine Überlegungen. So in Gedanken bewegte ich den alten Herzog hinter Brauni her. Und der fuhr mir mit seiner 890ger davon.

Mehr Bewegung ist gefordert… schon wieder

Mehr Bewegung ist gefordert, die 17 Zöller sind im legen etwas sperriger als die SAS und als es so einigermaßen klappte überlegte ich mir jetzt auch das Knie auf die Strecke zu bringen. Als langer Lulatsch sollte das doch kein Problem sein, selbst wenn ich nicht im Sattel hin und her rutsche. Nach dem Erstkontakt mit Knie am Boden, so war der Plan, wollte ich anfangen ins Hanging Off zu gehen. Die Speed passte, langsam lief es richtig gut und zwischenzeitlich konnte ich nicht nur Brauni überholen. Der Herzog zeigte seine Zähne, in der Beschleunigung unschlagbar und auf der Bremse eine Macht! Mit diesem Hochgefühl ging es immer schneller, bis dann in der Senke, vor dem Matador Bogen der Gripp abriss.

So schlimm schaut er garnicht aus der Alte Herzog, wenn man genau in die rechte Flanke sieht erkennt man die Kampfspuren.

In der Rechtskurve, hart am Gas, bei Tempo 140 km/h ließ der alte Herzog hinten aus, legte sich mit mir nach rechts auf die Seite und nahm mich eine ganze Weile lang mit ins Kiesbett. Da in den Steinen, ließ er aus und wartete darauf, bis ich fertig war damit, mich zu überschlagen. Seine Elektronik befahl ihm jetzt nicht mehr zu schreien und auf den nächsten Startvorgang zu warten, Ruhe kehrte ein.

Der Mark III, eingeweiht, mit seinen Kampfspuren jetzt noch interessanter und genauso sicher wie zuvor! Nur etwas gebrauchter eben…

Einsatz des Mark 3

Mein extra für mich gebauter Rennstrecken 2 Teiler von Mass-Sports, aus Känguruleder hatte sich beinahe gleichzeitig mit dem Abflug ins Kiesbett zum Dienst gemeldet. Noch bevor ich den Asphalt erreichen konnte, blies er sich auf. Der Airbag hatte ausgelöst. Er rückte mir mit seinem prallen Kragen den SHOEI X Spirit 3 zurecht und machte aus dem Anzug, der trotz der ganzen Zusatzprotektoren ultrabeweglich ist, einen Panzer. Ein Versuch mit den Mass-Sports Handschuhen im Kiesbett zu bremsen schien keine gute Idee zu sein.

Beim Asphaltgrabbeln zerlegt, der Mass-Sports Känguru-Leder Handschuh. Good news, der Schaden ist easy zu reparieren!

Die Handschuhe rissen an den Fingerspitzen auf und die Arme begangen unkontrolliert herumzuschlagen. Um keine Verletzungen zu erleiden entschied ich mich vom Bremsen abzulassen und mit den Armen vor der Brust verschränkt den ganzen Spaß abzuwarten. Der Helm schlug hart in den Boden, das Visier wurde abgerissen, Steine hagelten durch den Helm, Augen zu, dann war es still. Ein weiterer Rennstreckenbegeisteter fuhr langsam vorbei, die rote Flagge war angezeigt. Das Training wurde unterbrochen. Ich sollte eingesammelt werden, dachte ich mir.

Mein Airbag, so schaut er ausgelöst aus, das aufdringliche Stück! Glück gehabt, kein Loch drinnen!

Die halbe Lunge hatte er mir luftleer gedrückt

Ich stand auf, der Airbag hatte mich noch fest im Griff, die halbe Lunge hatte er mir luftleer gedrückt und ein wenig aufdringlich war er. Ich zeigte dem Streckenposten beide Daumen nach oben und wurde zur Belohnung zur Leitplanke geschickt, weg von der Piste. Nachdem ich die Luft aus dem Airbag gelassen hatte und sich alles wieder normal anfühlte, kam auch schon der Abschlepper ums Eck. „Na, magst mitfahren? Hopp, spring auf! Welch Überraschung, Doppelausfall für Box 23… Uns Flo hatte ebenfalls einen Ausfall, Ducati-Electronic eben. Seine Streetfighter V4 hatte keine Lust mehr, die Runde zu Ende zu fahren. Ich rollte mit dem schlechtesten Gewissen, dass ich je hatte auf dem Abschlepper zur Box zurück. Verdammt, ich habe den alten Herzog geschrottet.

Der geile SHOEI X Spirit 3, im Eimer… tatsächlich, in der Mülltonne, der Neue ist bestellt! Die Sache mit dem Stürzen erscheint mir so lange ok, wie man es sich leisten kann. Wenn man beim Stürzen keine Schmerzen hat, dann garantiert beim Ersetzen und reparieren!!! Diese speziellen Schmerzen ziehen aus der Geldbörse in den Magen und von da aus direkt durch den Darm in den Schädel… dort regen sie sehr stark zum Nachdenken an… dauerhaft!

Der nagelneue Shoei war im Eimer

In der Box angekommen habe ich erstmal den Mark 3 ausgezogen, ziemlich verdreckt war er und der nagelneue SHOEI war im Eimer. Anzug und Helm haben genau das getan was sie tun sollten. So auch die Motorradstiefel. Die Daytona Stiefel ließen sich nur schwer öffnen. Teile des rechten Stiefels waren durchgewetzt, der alte Herzog hatte sich kurzfristig darauf ausgeruht. Der Reißverschluss war teilweise herausgerissen, die Handschuhe zerlegt und nichtmal einen blauen Fleck hatte ich. Sehr geil, sehr geil. Und stürzen gehört doch zum Motorradfahren, Mario. Wer sportlich unterwegs ist, muss sich mehr als alle anderen auf einen Sturz vorbereiten. Mit Zunahme der Geschwindigkeit steigt das Risiko zu stürzen. Aber anders als bei der MotoGP ist bei uns Stammtischlern ein Sturz nicht Programm, nur vielleicht Beiwerk aber es scheint dennoch so, als gehöre der Sturz mit zum Mopedfahren. Was meint Ihr dazu? Aus welchem Grund sonst gibt es Protektoren bzw. wird empfohlen 10% des Anschaffungspreises des Mopeds in Mopedkluft zu stecken. Ich empfehle jedenfalls allen sportlichen Mitstreitern dringendst einen Airbag nachzurüsten. Gar nicht so teuer sind sie, diese Teile. Und nachrüsten, am Besten auf der Moped Jacke, das ist am einfachsten, es geht aber auch drunter. Für Drunter empfehle ich aber eine elektronische Airbagweste. Die CO2 Kartusche braucht mehr Platz. Sei’s drum.

Mit Helmersatz auf der KTM 1290 Super Adventure S unterwegs, der Crash hatte mir den Speicher gelöscht. Hut ab vor dem MotoGPisti, die nach nem Crash wieder aufsteigen und weiterfahren… was Vernünftiges kommt dabei aber nicht mehr zu Stande… vorsichtiger bin ich danach geworden!

Bestzeit KTM 1290 Super Adventure S, Starlane Stealth GPS-4

Zwar unverletzt aber total durch den Wind war ich. Von den ursprünglichen Plänen für Most war nicht mehr viel übrig und ein Helm fehlte mir jetzt auch… ich brauchte Ablenkung, achja, der Laptimer an der SAS hatte aufgezeichnet. Die Installation war recht leicht von statten gegangen. Aber die Bedienung (eigentlich ganz einfach) war mir absolut schleierhaft, Dazu kam noch, dass das Display von innen beschlagen war. Es war schlichtweg nicht lesbar. Blöderweise hatte ich den Laptimer bereits auf der Anfahrt nach Most installiert und der Regenschauer den die SAS dabei ab bekam, tat seine Wirkung. Unser Boxennachbar Andre der Honda Repsol Pilot war behilflich und machte aus dem Display Kauderwelsch einen Sinn. Und wie funktioniert dieser Laptimer jetzt? Einfach nur Einschalten, die Strecke wird automatisch erkannt und aufgezeichnet… Beim Durchsteppen der Rundenzeiten waren haufenweise 1,54 – 1:55 Min/Lap gelistet und eine 1:53 Min/Lap, 2 Zehntel schneller als im Vorjahr. Meine persönliche Bestzeit übrigens mit der KTM 1290 Super Adventure S hier auf dem Autodrom in Most. Wie ich die zustande gebracht hatte, war mir allerdings schleierhaft.

Fazit Autodrom Most und Fahrsicherheitstraining

Also schutzkleidungstechnisch war Most 2021 für mich ein unvergessliches Erlebnis. Es hatte alles funktioniert wie geplant und, dieses mal hab ich meine Daytona Sohlen nicht so abgewetzt, wie im letzten Jahr, dafür hab ich den Schuh beim Sturz nahezu zerstört. Verdammt teuer war Most 2021 und das die Rundenzeiten 2021 im Vordergrund standen, war wohl mit ein Grund für meinen Crash. Mal schnell ne 1:53 oder besser fahren das geht nicht, auch nicht wenn du stolzer Besitzer einer kennfeldoptimierten Ducati Panigale V4 bist. Wie uns Flo es uns mit seiner Ducati zeigte, bedarf es auch damit erstmal n Haufen Übung, Streckernerfahrung, die richtigen Einstellungen am Bock, um eine solche Zeit und bessere Zeiten regelmäßig herauszustanzen. Auf der Suche nach der Ideallinie wurde mir von den Lokalmatadoren bei einer Streckenbegehung in Most erklärt, dass ich wohl mit der SAS keine besseren Zeiten erreichen werde. Viel wichtiger sei es, konstante Zeiten herausfahren zu können.

Das hat mir gefallen!!!

Am allerbesten hat mir gefallen, dass ich diverse Besucher in der Box 23 hatte. „Du bist unser Held…“ und „Abartig, was man mit soner Adventure anstellen kann…“ und „Mein Respekt, Hammerhart, wie du mit der SAS unterwegs warst“ und unterwegs habe ich von dem einen Biker oder anderen Instruktor beim überholt werden den Daumen hoch gezeigt bekommen, gut gemacht, einfach klasse, das Flair und Miteinander hier! Und danke an den Instruktor Oli, der mir nach meinem Chrash seinen Helm ausgeliehen hat, um das Fahrsicherheitstraining zu Ende zu bringen. Ich werde mich 2022 dafür erkenntlich zeigen! Versprochen!

Ist denn nach Most immer noch vor Most?

Na klar, 2022 werde ich mich aufs konstante Fahren konzentrieren, die Rundenzeiten werden in den Hintergrund rücken und mir lediglich behilflich sein, einzelne Sektoren zu verbessern. Diesen Spass werde ich mir nicht entgehen lassen. Allerdings werde ich mich auf die SAS beschränken. Die 17 Zoll Fraktion bedarf einfach mehr Übung. Das würde mir schon gefallen aber soviel Übung kann ich mir einfach nicht leisten. Es stehen noch andere Dinge auf meiner Löffelliste, die zu erledigen sind. Ich würde z.B. gerne Driften und Wheely fahren können. Und auch das wird mich Lehrgeld kosten…

Das Daytona Wunder

Zuletzt möchte ich noch ein dickes Lob an die Daytona Motorradstiefelmacher los werden. Es ist jetzt das dritte mal, das ich meine Daytona Stiefel nahezu zerstört habe. Ich kann es immernoch nicht fassen, das meine Stiefel jedes Mal wieder instand gesetzt werden konnten! Also, wer es noch nicht weiss, die Daytona Motorradstiefel können bei Daytona repariert werden. Da werden z.B. dann komplette Sohlen und auch Lederteile und Reißverschlüsse gänzlich gewechselt! Der Schuh sieht nach einer solchen Reparatur fast wieder aus wie neu! Und, die Reparaturen liegen um die 70 – 120,00 Euro. Und wie schickt man die Daytona Stiefel ein? Ganz einfach, Stiefel unter den Arm klemmen, zu Louis gehen und dort zur Reparatur aufgeben! Dann gibts nen Kostenvoranschlag und ihr könnt Euch entscheiden, richten lassen oder entsorgen… Und Mega cool… für die Reparaturzeit kann man sich Mopedstiefel fürn Appel und n Ei ausleihen! Das nenne ich Service. Team Daytona und Team Louis, sehr gute Arbeit, das verdient ein grosses Lob!

Live aus Box 23

Erstaunlicherweise hat die Liveübertragung aus der Box 23 sehr gut funktioniert. Wir haben mit einem IPhone 6S, 2 Tage am Stück aus der Box in Most gestreamt. Was wir so alles angestellt haben, in der Box und wie es mir nach dem Crash so ging, kann man hier anschauen:

YouTube und so

Ich überlege meine Erlebnisse mit und um die KTM 1290 Super Adventure S als Vlog zu gestalten. Die Basisinfos und Downloads hierzu sollen im Block abrufbar bleiben, weil es doch eine ganze Menge Infos gibt, die ich nicht schreiben kann, ich habe nicht genug Zeit. Deshalb bitte schonmal fleissig unseren YouTube Channel abonnieren. Wann es mitm Vloggen losgehen soll, weiss ich noch nicht. Ich suche noch immer nach einem leicht zu erstellenden Format.

Man sieht sich, bis die Tage, Euer Caseman

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