Fahrsicherheitstraining Autodrom Most – vom Rookie bis zum ProBiker – Eindrücke, Hintergründe #Aprilia Tuono V4 #KTM 1290 Super Duke GT #Stefans-Motorradtouren

Ein Musthave für jeden Biker, der mit seiner Maschine verwachsen will und genau wissen mag, wie weit man gehen kann. Man fährt beinahe gefahrlos an die Grenzen, ist mit Helferlein auf Augenhöhe, und versteht die verbaute Technik, in Sekunden.

So könnte man kurz und knackig Trackdays beschreiben, das sind organisierte Sportveranstaltungen auf Rennstrecken wie der Autodrom in Most, welcher selbstredend für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist. Im Vordergrund steht bei einem solchen Event die Verbesserung der eigenen fahrerischen Fähigkeiten. Vom Rookie bis zum ProBiker ist hier alles vertreten! Rundenzeiten oder Platzierungen

spielen auf Trackdays überhaupt keine Rolle, eine Zeitnahme wird normalerweise nicht durchgeführt. So können die Grenzen des eigenen Könnens und des eigenen Materials ohne Druck ausgetestet werden. Zeitnahmen geben zum Beispiel die Möglichkeit festzustellen, in welchem Segment man Fehler macht und die Möglichkeit im Details Verbesserungen vor zu nehmen. Dafür kommen technische Veränderungen in Frage oder das Erlernen persönlicher Skills.

Who is who? Biografische Hintergrundinfos zu unseren Rennstrecken-ROOKIES und ein kleines Interview zu ihren Fahreindrücken auf dem Autodrom in Most

Mario lebt KTM

Mario mit seiner Katy 1290 auf Slicks mit Reifenheizungen, beim Anlegen seiner Vanucci Kluft.

Mit Stefan und mir an den Start gegangen sind Mario und Oktay vom Motorradstammtisch. Mario ist einer der Top-Reifendealer in Bayern, er weiß genau was im Reifensegment geht und kann jegliche Unstimmigkeiten mit Reifen sehr schnell analysieren und hat bewaffnet mit einem digitalen Thermometer und einem geeichten Reifendruckmesser für nahezu jedes Reifenproblem eine Lösung parat. Bei Mario handelt es sich um einen sehr versierten Fahrer, der sein Bike sehr sportlich auf der Landstraße und in den Pässen bewegen kann. Dabei ist er in der Lage auch schwierigste Fahrsituationen zu meistern.

KTMs unerschöpfliches Leistungspotential

Da Marios Bike, die KTM 1290 Super Duke GT, ein schier unerschöpfliches Leistungspotential hat und dieses auf der Landstraße oder in Pässen nur schwerlich zur Gänze abrufbar ist, so denke ich, ist Mario mit von der Partie. Und das Allerbeste, Mario ist 60 Jahre alt, er weiß nicht nur wie man Spaß schreibt, er weiß wie man Spaß leben kann. Und Most ist mit Sicherheit nur einer seiner Spaßmeilensteine, die er zusammen mit seiner besseren Hälfte Birgit ausleben kann. Was genau ihn dazu bewegte, bei Richies Fahrsicherheitstraining teilzunehmen, gleich hier, mehr.

Oktay fasziniert Aprilia Tuono

Oktay, bestens gerüstet auf seiner Aprilia Tuono V4. In Kluft schauen wir Mopedler einfach nur cool aus oder?!

Unser Jungster ist ein Einsteiger, 2 Jahre Fahrpraxis, mit sehr viel Potential, seine Superkraft ist Zuhören. Er ist fähig aus den Fehlern und Empfehlungen anderer sehr schnell zu lernen und umzusetzen. Mit seinem Aprilia Tuono V4 ist er sehr schnell gewachsen und versucht nun das „Wachstumslevel“ zu halten. Nach mehreren Exkursionen mit anderen Tourenfahrern hat er bei Stefan das Leistungsniveau gefunden, dass ihm am meisten taugt. Sportliches Fahren mit Spaß und Know How, in der Gruppe, so ist es. Und das an unglaublich schönen Orten, zu denen man sonst nur schwerlich Zugang hat. Oktay ist 29 Jahre alt und steht noch am Anfang seiner Mopedfahrerkarriere. Was ihn dazu bewogen hat, mit Stefan nach Most zu gehen, was Oktay sich davon verspricht, ich bin gespannt:

Rennstrecke, Anspannung, Freude, gemischte Gefühle pur, die Ideallinie fragt und Fahrer antworten:

Mario, ganz schnell ein Abriß zu Most, 4 Fragen, 4 Antworten, los gehts: Warum bist du mit auf den Autodrom gefahren?

Um mein Moped mal schnell zu bewegen, ohne Leitplanken, mit Auslaufzonen.

Und wie schaut´s mit dem Autodrom Most und dem Fahrsicherheitstraining von Richie Racing bei Stefans-Motorradtouren aus? Wie hat es dir insgesamt gefallen?

War ein super Erlebnis bis auf den Sturz von Stefan.

Oktay im „Kopiepaste Mode“, hier kann man nicht nur vom Instruktor lernen.

Autodrom Most, welches war für dich die Beste Erfahrung?

Die 2 Tage in der B Gruppe 1er Tag mit Instruktor um die Strecke kennen zu lernen und am 2.Tag dann selbst austesten bzw. einzelne Sektionen zu verbessern bis man einigermaßen gut zügig rum kommt. Dass man auf der Bremse einige Mitfahrer gut überholen kann.

Und was nimmst Du aus Most mit nach Hause Mario?

Ich konnte innerhalb meines Wohlfühlbereichs Grenzen weiter ausloten und erfahren welches Potential moderne Moped’s serienmäßig schon mitbringen!

Beide auf dem Weg zur ersten Runde, vollgetankt mit Sprit und Adrenalin. Links im Bild Mario, rechts Oktay

Jetzt zu Oktay, warum bist du mit nach Most gefahren?

Das Interesse, um mal eine Rennstrecke zu befahren, war schon lange da. Allerdings fehlte etwas Mut und die Bekanntschaften in Verbindung zu Rennstreckenveranstaltungen. Nachdem ich an einer Tour von Stefans-Motorradtouren teilnahm, erfuhr ich, dass er auch jährlich die Teilnahme an Rennstreckentrainings von Richie-Race in Most organisiert. Ich konnte mir von den erfahrenen Jungs vom Motorradstammtisch, Informationen einholen. Danach wusste ich auch schon einiges mehr bezüglich den Vorbereitungen und des Ablaufs der Rennstreckenveranstaltung. Das gab mir den letzten Anstoß. Danach dauerte es nicht mehr lange und schon war ich für die nächste Veranstaltung in Most angemeldet.

Wie hat dir Most gefallen?

Die Vorfreude und die Anspannung stieg immer mehr als sich der Termin näherte. Das erste Mal auf die Rennstrecke! So viele neue Erfahrungen, Informationen und Emotionen. Die Nervosität, das erste Mal Rennstreckenluft zu schnuppern. Gemischte Gefühle pur, einfach der Wahnsinn. Immer wieder stellte ich mir die Frage wie ich mich schlagen werde. Das richtige Bike hab ich ja schon, Spaß ist garantiert. Durch die Hilfe von Stefan wurde es optimal für die Strecke vorbereitet. Gestartet bin ich in der Gruppe B. Am ersten Tag fuhren wir unserem Instruktor Dirk hinterher. Er zeigte uns die Ideallinie, die ich mir dann eingeprägt habe. 

Der zweite Tag in Most

Ab dem 2. Turn des zweiten Tages durften wir dann frei fahren. Von Turn zu Turn lief es immer besser und ich merkte eine deutliche Steigerung meiner Leistung und meiner Möglichkeiten. Im letzten Turn fuhr ich dann meine Bestzeit, eine 1:59 Lap/Min. Ich möchte sagen, das war echt ein tolles Erlebnis. Hat mega Spaß gemacht, muss man einfach mal erleben. Ich werd das nächste Mal wieder dabei sein!

Welches war die beste Erfahrung?

Ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln. Aber die beste Erfahrung war für mich zu erfahren, wieviel tatsächlich in meinem Motorrad steckt. Was dieser Bock noch alles kann, das ist phänomenal. Ich hatte die Gelegenheit, mit den verschiedenen Mappings und Helferlein, an meiner Aprilia rumzuspielen. Hohe Geschwindigkeiten, andere Bremssituationen, irrsinnige Schräglagen.

Oktay: „Abartig geil wars, abartig! Ich dreh durch!“ Und alles strahlt! Das gibts nur bei mit Stefans-Motorradtouren und dem Motorradstammtisch auf der Rennstrecke: Know How mit abartigem Spaß!

Hanging-Off

Ich hatte endlich mal die Gelegenheit das Hanging-Off zu üben, was sehr gut funktioniert hat. Schon im 3. Turn des ersten Tages hatte ich schon das rechte Knie am Boden. Mit dem Linken Knie bin ich am nächsten Tag auch auf die Piste gekommen. Ich konnte mit all diesen Situationen mein Motorrad besser kennen lernen. Ich fühle mich schon viel sicherer und selbstbewusster damit, weil ich jetzt ganz genau weiß, was mit der Maschine geht und wie es in verschiedenen Situationen reagiert. Im Straßenverkehr ist es unmöglich, dies alles aus seinem Motorrad herauszuholen und die Erfahrungen zu sammeln.

Was nimmst du aus Most mit nach Hause?

Vieles. Wirklich Vieles. Ich habe so viele Erfahrungen und Erlebnisse aus Most mitgenommen. Auf der Rennstrecke gibt es soviel zu lernen, was man im Straßenverkehr nicht lernen kann, oder nur sehr langsam. Da geht es um Erfahrungen, die von Vorteil wären, wenn man sie auch im Straßenverkehr beherrscht. Zum Beispiel die Funktion der Reifen mit unterschiedlichem Reifendruck bis zum Verhältnis der einzelnen Komponenten eines Motorrades. Der Unterschied von kaltem und heißem Zustand des Bikes. Oder das Beherrschen des Motorrades in Kurven mit höheren Schräglagen. Das Beschleunigen im Kurvenausgang, das kontrollierte, starke anbremsen, in die Kurven Einbremsen und noch vieles mehr. Im Großen und Ganzen habe ich wirklich vieles über Motorräder gelernt und kann behaupten, dass sich meine Fahrskills nach diesen zwei Tagen bemerkbar ins Positive entwickelt haben.

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