Blitz! Perfekte Motorradbekleidung, Auer Biker Village, Rennstrecke Rijeka

06./07. April 2019: Saison-Opening im Bikervillage Auer. Hotspot und Know-How-Börse für Biker. Stefan Braun präsentierte dort seine Motorradtouren und Rennsportmöglichkeiten. Zudem eine der seltenen Möglichkeiten, sich mit Profis aus dem Rennsport auszutauschen. In meinem Falle: John McGuinness – englischer Motorradrennfahrer mit 23 Siegen auf der „Isle of Man“, Spitzname „Morecambe Missile“. Eine Demonstration zum Thema Sicherheitskleidung und die Ausführungen des Profis dazu brachte viele von uns Bikern sehr zum Nachdenken.

Biker Village Auer
Tag der offenen Tür bei Auer.

Mit 50 km/h auf die Straße und du siehst alt aus

Die Demonstration: Eine Person wurde in Alltagskleidung hinter einem Motorrad mit 50 km/h hergezogen. Zum Schutz trug der Stuntman einen Motorradkombi darunter. Natürlich verwundert es keinen von uns, dass die Kleidung des Stuntman in Fetzen hing. Wir sind uns der möglichen Verletzungen bei einem Sturz mit selbst niedriger Geschwindigkeit also absolut bewusst. Klar, deshalb tragen wir ja spezielle Schutzkleidung, die hat auch gutes Geld gekostet hat, aber wird diese im Falle des Falles ihrem Namen tatsächlich gerecht? Reicht sie aus, um uns vor schlimmen Verletzungen zu schützen? Wo liegen die Unterschiede zwischen Schutzkleidung und Schutzkleidung?

Bei der Sicherheit wird gespart

Es waren die Aussagen von John McGuniness und des Moderators Edgar Mielke, die mich aufhören ließen: „Es gibt tausende Biker, die 20.000 Euro für ihr Bike ausgeben. Bei der Bekleidung aber wird rgelmäßig gespart!“ Darüber hatte ich noch nicht nachgedacht. Wähnte ich mich doch bislang mit meiner sicherlich nicht billigen Motorradkluft als recht gut geschützt. Ich fahre teilweise bewusst am Limit, lote aus, was geht und über den „Schutzlevel“ meiner Klamotten habe ich bislang nicht allzu viel nachgedacht. Jetzt schon. Welches ist also die wirklich richtige Motorrad Bekleidung für mich und wo bekomme ich die her? Louis? Polo? Ich habe schon drei Unfälle hinter mir. Einen Frontalcrash und zwei Ausrutscher, einen bei sehr hoher und einen bei mäßiger Geschwindigkeit. Das eine mal hatte ein Lkw Sand verloren und das andere mal habe ich mein Moped überfordert und dafür bezahlt. Wären meine Verletzungen bei noch besserer Kleidung geringfügiger oder gar komplett vermeidbar gewesen? Auf jeden Fall! Aber welche?

Verkehrswacht
Die Verkehrswacht mit ihrer Vorführung, mit 50 km/h über den Boden schleifen und schauen, was dabei passiert.

Maßlederkombis mit integriertem Airbagsystem und Maßhandschuhe von Blitz

Uns gegenüber stellte ein Lederkombihersteller der Firma Blitz aus. Die Anzüge, die ausgestellt waren, haben mich zunächst gar nicht erreicht. Viel zu bunt, Anzüge für Bucklige oder solche, die es werden wollen. Ich mag Bucklige mit bunten Anzügen nicht-mehr Show als Können. So ein ausgestellter Zweiteiler weckte dann doch mein Interesse. Brauni, gerade auf der Suche nach einem neuen, in Sachen Sicherheit optimierten Kombi, war bereits im Gespräch mit Bert – dem Blitz-Fachmann vor Ort.

Blitz Lederkombis und Lederhandschuhe - massgeschneidert
Maßgeschneiderte Leder Kombis und massleder Handschuhe von der Firma Blitz, vertreten durch Bert Henkelmann. Auf Wunsch auch mit Airbag.

Blitz Racing Apparel und Bert Henkelmann

Bert, früher selbst Rennfahrer, konnte uns die speziellen Funktionen der durch ihn mitentwickelten Anzüge sehr gut erklären. Das Track Perfomance Safty Concept mit 13 serienmäßig verbauten Schaumstoff Protektoren „SAS-TEC“ als Sicherheitsausstattung in den Kombis klang interessant. Und noch viel interessanter waren die Gestaltungsmöglichkeiten, die die Firma Blitz ihren Kunden anbietet. Zusammengefasst besteht die faszinierende Möglichkeit, sich seinen Anzug enstprechend seiner Physis und seinen Wunschvorstellungen wahlweise aus 1,3 mm oder 1,5 mm dicken, weichen Rindsleder maßsschneidern zu lassen. Alle Protektoren sitzen GENAU dort, wo DU sie im Fall der Fälle brauchst. Auch die Farbgestaltung deines Anzuges lässt kaum Wünsche offen. Neben der Lederfarbe und den farbigen Nähten ist sogar eine Wunschbedruckung möglich. In Kürze besteht auch noch die Möglichkeit, diese Kombis wasserdicht zu bekommen. Und jeder Anzug kann auch mit Airbag ausgestattet werden. Der Airbag ist so dünn und perfekt verbaut, dass du ihn nur schwer findest. Nachdem Bert einen Reisverschluß öffnete, konnten wir den Airbag sehen. Das Erstaunliche daran ist: der Anzug ist nicht viel teuerer als Stangenware. So wie ich Bert verstanden hatte, kostet ein Anzug um die 1300 Euro, Standard Ausstattung, mit Protektoren, ohne Airbag. Diese Anzüge sind nicht nur speziell für Rennpiloten gedacht, sondern ebenso für Big Enduro Fahrer, Tourenpiloten eben Biker, für die ihre Sicherheit am Bike höchste Priorität hat. Also perfekt, auch für mich!

Blitz, maßgeschneidertes Leder Kunstwerk
Maßgeschneidertes Lederkunstwerk der Firma Blitz im Retro Look für Caffee Racer.

Blitz Handschuhe – nach Maß

Im Gespräch sind mir dann noch die Blitz-Handschuhe aufgefallen, Rennhandschuhe, dachte ich, nichts für mich. Doch für die Handschuhe gilt selbiges wie für den Anzug. Zielgruppe sind alle Biker, denen ihre Gesundheit extrem wichtig ist. Für die maßgeschneiderten Handschuhe gelten die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten wie bei den Anzügen. Auch hier ist es möglich, sich Handschuhe für seine Vorlieben bauen zu lassen. Mit ca. 230 Euro für das Handschuhpaar wirst du bestens versorgt, auch hier werden nahezu alle Wünsche wahr, weshalb Brauni und ich gleich Maß nehmen ließen und unser Handschuhpaare bei Bert bestellten.

Max Böttcher, Stefan Braun und Blitz auf der Piste in Rijeka

Nach dem Tag der offenen Tür im Biker Village in Zizenhausen, ging es ab auf die Rennstrecke nach Rijeka (Kroatien). Wir hatten uns schon die letzten zwei Tage auf die Rennstrecke in Rijeka gefreut und waren nach ca. 10 Stunden Fahrt endlich am Veranstaltungsgelände auf der Rennstrecke angekommen. Die Braunis Superduke R und die Aprilla Tuono wurden vom Hänger  abgeladen und für den nächsten Tag vorbereitet. Das Zelt wurde aufgebaut, die Reifenheizungen aufgezogen und dann gings zum Abendessen. Doch der Wettergott war uns wenig milde gestimmt und so zog ein heftiger Sturm samt Regengüssen auf. Kurze Zeit später flog das Zelt weg und sinnflutartige Regenfälle spülten das gesamte Gelände ab. Zusammen mit unseren Nachbarn retteten wir unsere Zeltplane, wickelten die Motorräder damit provisorisch ein und legten uns im Bus schlafen. Am nächsten Morgen ließ der Regen nach, gegen Mittag trocknete die Strecke ab, so dass wir es wagen konnten, die Motorräder für die Strecke vorzubetreiten. Die 15 Boxen waren mit ca. 120 Mopeds ausgebucht und 60 % der Fahrer waren Cracks, „Speedjunkies“, wie Opi sie nennen würde.

Stefan Braun, ein Ausritt und ein technischer Defekt

Brauni ging auf die Strecke, konnte mit den Fahrern dort ganz gut mithalten, fand aber nicht in seine Linie. Nach einem folgenlosen Ausritt ins Grüne wechselte Stefan auf seine Tuono und musste nach Runde 3 aufgeben. „Ich habe zuviel gewollt!“, war sein Kommentar und „Ich bin zu früh ans Gas gegangen!“ Nach drei Runden mit der Aprilla versagte ihm ein technischer Defekt die Weiterfahrt. „Der verdammte Kupplungshebel hat sich selbstständig gemacht, das gibt`s doch gar nicht!“ Vorbei mit dem aktiven Fahren, also das Beste daraus machen. So hatten wir nun die Möglichkeit, die Rennstrecken Piloten bei ihrer Arbeit zu beobachten und zu lernen. Dabei fiel uns einer der schnellsten Fahrer auf einer Yamaha R1 auf. Auf seinem Anzug war der Schriftzug Blitz zu lesen. Das machte uns sehr neugierig. Hier hat sich eine Quelle mit praxiserprobten Informationen zu dem erst kürzlich für uns interessant gewordenender Anzug der Firma Blitz aufgetan. Welch ein Glücksfall!

Max Böttcher:  2016 Vizemeister der STK 600 Klasse und Pilot in der internationalen Langstreckenmeisterschaft

In der Box haben wir den Blitz Anzugträger dann gefunden. Max Böttcher, so stellte sich der sympathische junge Racer vor. Auf unsere interessierten Fragen zu seinem Anzug gab er ügerne Auskunft. Er bekundete höchste Zufriedenheit mit seinem Anzug. Insbesondere war er von seinem Brustprotektor begeistert. Dieser ist an beiden Seiten im Anzug eingearbeitet und garantiere so perfekten Sitz und somit Schutz. Der Anzug sei bequem und extrem strapazierfähig, zum Material gibt es  keinerlei Beanstandungen. Sehr positiv bewertete Max auch die zusätzliche Haftfläche auf der Anzuginnenseite der Knie, welche einen perfekten Halt am Tank des Motorrads gestattet. Er erzählte uns, er sei mit dem Blitz Anzug bereits 7 mal gestürzt und dabei nie verletzt worden. Insgesamt habe er 17 Unfälle gehabt, bei denen andere Anzüge zwar die selbe Arbeit verrichtet hatten (keine Verletzungen erlitten), diese aber am Rücken zerrissen seien oder anderweitig nicht mehr benutzbar waren. Den Unfallkombi, den Max auch weiterhin als Ersatzkombi nutzt, zeigte er uns.

Das war doch mal eine ínteressante und auch beängstigende Aussage. So locker, wie Max über seine 17 Unfälle sprach, scheint das Stürzen mit Tempo 300 zum Geschäft zu gehören. Ich merke mir: Wer am Limit fährt, muss mit Stürzen rechnen und sollte entsprechend geschützt sein. Und, ich habe keinen Einfluß auf andere Verkehrsteilnehmer.

Blitz, maßgeschniederte Motorradkombis und Handschuhe
Modern und Pflicht, der in den Blitz Anzügen nicht sichbar verbaute Airbag.

Ich überdenke definitiv meine bisherige Schutzkleidung. Das bedeutet dann, dass ich einen Straßenendurofahrer – Anzug haben werde, bei dem die Protektoren genau sitzen und ich genauso sicher unterwegs bin, wie die Racer in Rijeka. Und das sogar ohne einen Buckel beim Mopedfahren tragen zu müssen. Bei meiner KTM Super Adventure S spielt Aerodynamik nämlich keine Rolle.

Blitz, maßgeschneiderte Motorrad Kombis
Maßgeschneiderte Airbag Kombi der Firma Blitz, nur an den Dehnfalten auf der Schulter erkennbar.

Für mich sind die Maßanzüge und Handschuhe von Blitz das modernste und durchdachteste Sicherheitskonzept, dass für alle bezahlbar ist! Der Preis beginnt bei 1300 Euro ohne Airbag. Interessiert, dann bei Bert anfragen! Hier klicken!

Ein äußerst anstrengender aber mega interessanter Ausflug mit Brauni, auf dem Weg zur Ideallinie.

51219, Soboli, Kroatien

Kommentar verfassen