Was brauche ich alles, um die Ideallinie überhaupt zu treffen? Erst mal Technik Skills!

 

Also am einfachsten ist es, zunächst mal über die Technik zu reden, die dir zur Verfügung steht. Je älter der Bock, desto mehr musst du tun. Die persönlichen Skills sind erstmal sekundär. Ich versuche das am Beispiel meiner FJR Baujahr 2003 – ein echtes Eisenschwein – zu verdeutlichen. Also, was brauche ich alles für die besten Voraussetzungen. Satte 8 Punkte sind mir dazu eingefallen, die deine Technik Skills nach oben katapultieren.

  1. Eine vernünftige Reifenempfehlung basierend auf den aktuellen Reifentests unter Berücksichtigung deines Fahrstils. Ich unterscheide für mich in zwei Fahrstile, den Tourensportler und den Sporttourer.
  2. Gute Bremsen: da du einen alten Bock hast, wurde bestimmt die Bremsflüssigkeit schon lange nicht mehr gewechselt (1 mal jährlich). Da du ja sportlich fahren willst, sonst würdest du hier nicht nachlesen, wechsle die Bremsbeläge! Sonst sind die Scheiben bald hin. Da dein Bock schon alt ist, beobachte mal im Stand die Bremsleitung beim Durchziehen des Bremshebels, wird sie dicker und bewegt sie sich stark, wechsle auf Stahlflexleitungen.
  3. Für eine gut funktionierende Kupplung: hier ebenfalls die Flüssigkeit wechseln lassen.
  4. Griffheizung: wenn du keine hast, rüste eine nach! Mit kalten Fingern hast du kein Gefühl für Bremse und Kupplung und deine Reißverschlüsse kannst Du auch nicht betätigen.
  5. Die allgemeine Technik am Motorrad sollte natürlich den Vorschriften entsprechen und nicht von dem Vorhaben, nämlich die Ideallinie zu treffen, ablenken.
  6. Fummelfahrtechnik geht gar nicht, also mach dich mit deiner Technik vertraut, was brauchst du, was willst du nutzen, bereite deine Tour einen Tag früher vor. Es gibt nichts Schlimmeres, als in den Pässen auf „Attacke“ den Blinker zu befummeln oder die Hupe zu suchen und statt dessen am Fernlicht herum zu spielen. Solche Dinge lenken dich von der Ideallinie ab, schnurstraks in den Gegenverkehr oder in die Pampa.
  7. Fummelklamotten gehen auch nicht, die Sachen müssen passen, den Streckenanforderungen, dem Wetter und… man höre und staune, deinem Fahrstil entsprechen. Die Sachen mit denen du arbeitest – und dazu gehört todsicher ein Fotoapparat, also das Handy – sollten auch mit Handschuhen greifbar sein. Nix Minireißverschluss, die Verschlüsse müssen auch mit kalten Flossen zu öffnen sein.
  8. Richtig auf dem Moped sitzen, bist du „Hintensitzer“ oder „Auf-den-Tank-Rutscher“? Für die Standardfahrt solltest du entspannt sitzen können, alle Körperteile sollten durchblutet werden. Die Mopedstiefel finden auf den Fussrastern vor den Fersen und nicht auf dem Ballen Platz, das gewährt einen größeren Kniewinkel und fühlt sich besser an. Bist du sportlich unterwegs – und ich rede nicht von „Topspeed auf der Bahn“- sitzt du nah am Tank und die Stiefelpositionen auf den Fußrastern wechseln im Idealfall. Die Oberschenkel liegen am Tank an und pressen den Tank bei „Attacke“, ausgenommen du fährst im Hanging off. Dein Moped, so sage ich liebevoll zu 180 PS Motorrädern, sollte deiner Körpergröße entsprechen.

Hinweis:

Ich möchte anmerken, dass ich nur Empfehlungen ausspreche, suche dir das heraus, was du brauchen kannst und ich bin sicher, alles läuft so, wie du es dir vorstellst. Für das was du tust, bist du selbst verantwortlich.

Und damit es auch richtig Spaß macht:

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Reifenempfehlung für Sporttourer, die mit einer KTM 1290 Adventure S, solo unterwegs sind:

 

4 Antworten auf „Was brauche ich alles, um die Ideallinie überhaupt zu treffen? Erst mal Technik Skills!“

    1. Ja genau, wenn man unvorbereitet auf den Bock steigt artet es eigentlich immer in Gefummel und Genestel aus. Ein Reißverschluß hier, das Handy da, wo ist der verdammte Geldbeutel und warum ist das Navi nicht eingestellt… Fummelfahrtechnik, Ablenkung pur!

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