Die Ideallinie treffen, wie und wieso

 

Erster März und der Wahnsinn fängt von vorne an! Die Saisonkennzeichenfahrer, zu denen auch ich gehöre, sind wieder mit den Mopeds on Tour! Wie immer bin ich flott auf Deutschlands Straßen unterwegs, aber eben nur so, wie es erlaubt ist. Die Speedlimits sind nicht umsonst da. Wenn du versuchst, sie unter allen Umständen einzuhalten, kann das dich doch glatt überfordern! Schon mal probiert, das kann ne heisse Sache sein…

Enge Kurven

Versuchst du tatsächlich mal enge Kurven mit erlaubten 100 km/h zu fahren, dann gehts ans Eingemachte. Viele ziehen auf der Geraden vor der Kurve auf, treten dann in die Eisen, verlieren fast die Beherrschung übers Moped und drücken den Bock dann irgendwie durch die Kurven. Und das nur, um an nem Typen dran zu bleiben, der ohne am Gashahn zu drehen seiner Linie folgt. „Der fährt wie auf Schienen„, auch schon mal erlebt, wie machen die das? Wieso bekomme ich das nicht hin, das kann doch nicht sein, dass der Typ vor mir die Straßen förmlich abwedelt. Also dranbleiben, hab ich mir gedacht, das wird die Erfahrung sein, der reißt sicherlich tausende Kilometer runter und ich bin halt ein Sonntagsfahrer, so meine Denke. Bis ich mich mit einem, der auf Schienen durch die Kurven zu fahren scheint – Stefan Braun – unterhalten habe. Das war 2012. Bis heute läuft der kreative Infoaustausch zwischen uns weiter. Je mehr Infos, je besser.

Technik SchnickSchnack

Es ging um Reifen, Fahrtechniken, Reifendruck, Gummimischungen und alles mögliche. Das hat mich neugierig gemacht. Das erste, was ich an meinem „Eisenschwein“ – meiner FJR Baujahr 2003 – wechselte, waren die Reifen. Das schien am einfachsten zu bewerkstelligen. Da ich eh immer Neue brauche, hab ich mir eben einen Satz Pirelli Angel GT gekauft, eben die Reifen, die mir für meinen Bock und meinen Fahrstil empfohlen wurden. Und siehe da: die FJR schien wesentlich besser zu haften, sie war plötzlich leichter zu lenken. Das Motorrad fühlte sich spürbar besser an. Ich habe dann endlich angefangen, die Ideallinie zu treffen, anzureißen, absichtlich und so fing alles an. Das Wohlfühlen auf der Landstraße, in den Pässen und kurvigen Landstraßen, weg waren die Angststreifen in der Hose und das flaue Gefühl im Magen vor uneinsehbaren Kurven und die Suche nach dem Geheimnis der Ideallinie begann.

Welcher Reifen trifft am Besten

Es sind die Reifen, die mir für meinen Bock und meinen Fahrstil vom Profi empfohlen wurden. Der Profi ist nicht mein Reifenhändler, sondern ein versierter Motorradfahrer, der sich mit Reifentests und Herstellern auseinandersetzt und meinen Fahrstil kennt.

Wo ist die Ideallinie

Es steht nicht zur Frage, wo die Ideallinie ist, sondern ob du sie überhaupt treffen kannst. Der Wohlfühlbereich auf der Ideallinie ist beim Fahranfänger 1 Meter… und beim Profi, schlappe 15 cm breit…

Verwendetes Equipment

Von der Spoilerscheibe, über Zündkerzen, Bremsbeläge, LED Verkleidungsblinker, Tourenscheiben, dem Handbuch und Tuningauspuffanlagen, passgenaue Innentaschen, Sturzpads, Fußrasten, die Batterie, Felgenrandaufkleber, alles was ich benutzt habe, um meine FJR aufzumotzen und für die Rennstrecke vorzubereiten: Hier klicken!

4 Antworten auf „Die Ideallinie treffen, wie und wieso“

    1. Vielen Dank, ich gehe mal davon aus, dass Dir das Bild in den Bergen von Teneriffa am besten gefällt und natürlich die von der Rennstrecke. Werde schauen, dass ich in Kürze nachlege. Viele Grüße vom Bodensee

  1. Hallo Bodo,
    ja, wenn schon auf der Rennstrecke, dann mit allem drum und dran, Slicks, Reifenheizung, Boxen Crew, das war so klasse! Und ich war ziemlich schnell unterwegs mit dem Eisenschwein. Leider musste ich die Koffer abschrauben.

  2. Reifenheizung auf der FJR 1300, klasse. Sicher nicht für die Straße oder doch? Schaut aus, als wäre das auf ner Rennstrecke? Mit nem Schlachtschiff auf der Piste, Respekt!

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